Satie – danses poétiques ist eine choreographische Suite zu Kompositionen von Erik Satie (1866-1925), aufgeführt von 2 Tänzerinnen und 2 Musikern. Satie, der in der europäischen Klassik als Außenseiter gilt, inspirierte (wohl genau deswegen) Künstler aller Genre zu phantasievollem und experimentellem Umgang mit seiner Musik. In diesem Programm greifen die Künstler Miniaturen auf, wie „Gymnopédien“, „Valses“ und „Nocturne“ und führen sie kompositorisch und improvisatorisch weiter. Sie bedienen sich dabei musikalischer Mittel des Jazz, der minimal music, der klassischen europäischen Musik aber auch Strukturen außereuropäischer, vor allem indischer Rhythmik. Poetische und melancholische Klänge werden abgelöst von kraftvollen perkussiven manchmal auch skurrilen oder dramatischen Momenten, entsprechend Saties musikalischer Eigenart mit seiner launischen Vielfalt.
Auf der Suche nach nuancen- und ausdrucksreicher Tanzgestik bedient sich der Tanz, ebenso wie die Musik, verschiedener Mittel und Stile. So bilden die Körpersprache und Rhythmik des klassischen indischen Kathaktanzes, choreographisch angelegtes Trommelspiel und moderner Ausdruckstanz ein tänzerisches Pendant zu diesen poetischen Musikstücken.
Die beiden Tänzerinnen Beate Gatscha und Madlen Werner verbindet eine gemeinsame langjährige Ausbildung und das Interesse an experimentellen Ansätzen und kulturellen Querverbindungen. Ihr anmutiger und ausdrucksstarker Stil gibt den bekannten Klängen von Satie visuelle Transparenz. Gert Anklam und Holger Mantey haben sich bereits als „to be ohr“ (ein gemeinsames Label für Hörspiel- und Theatermusik ) einen Namen gemacht und sind auch mit großem Erfolg solistisch tätig.
Die Tänzerinnen und Musiker waren mit diesem Projekt bereits zu Gast auf dem ESTIVAL SANTA CRUZ 2006, dem Musikfestival von Valladolid (Spanien) und gaben im Herbst des gleichen Jahres im Rahmen ihrer Japan-Tournee eine Konzertperformance im renommierten „Blue Note“ in Osaka. Kurz vor diesem Highlight fand die Uraufführung im Rahmen des Berliner Tanzfestivals „Tanz im Oktober“ statt.
Beate Gatscha
lebt als freischaffende Tänzerin und Musikerin in Berlin. Ausgebildet in indischem Kathaktanz (Academy of Kathakdance) sowie in indischer Kampfkunst (Nanak D.S. Khalsa) entwickelt und choreografiert sie Maskentänze, Tanzperkussion, lichtgrafisches Tanztheater, Tanz- und Kampfkunstperformances und spielt diverse Perkussionsinstrumente. Sie gibt Unterricht und Workshops für Tanz und Rhythmus und absolvierte Arbeitsaufenthalte und Gastspiele mit eigenen Projekten u.a. in Indien, Japan, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich und den USA.
Madlen Werner
beschäftigt sich seit über zehn Jahren intensiv mit Tanz in seinen verschiedenen Ausdrucksformen. Mit besonderer Hingabe widmet sie sich dem Orientalischen Tanz und dem klassischen nordindischen Kathak. Sie ist Mitglied in verschieden Tanzensembles, aber auch als Solokünstlerin erfolgreich unterwegs. Sie unterrichtet Bollywood dance im Tanzstudio "La Caminada". www.devi-dance.de
Holger Mantey
machte sich als virtuoser Klangmaler auf dem Piano einen Namen und brachte mit seinen Solokonzerten rund um die Welt nicht nur ein Publikum in den Konzertsälen zum Staunen, sondern ermunterte auch namhafte Kritiker der Musikwelt dazu in Superlativen von seiner Kunst zu schwelgen.
Unter dem Logo to.be.ohr arbeitet er seit 2003 mit Gert Anklam live und im Studio zusammen www.holgermantey.de
Gert Anklam
Berliner Musiker und Komponist, entwickelte durch Klangforschung auf dem Baritonsaxophon seinen unverkennbaren Sound. . Bekannt geworden durch seine solistische Spielweise auf dem voluminösen Baritonsaxophon, arbeitet er seit 1997 mit der
Künstlerin Beate Gatscha an intermedialen und interkulturellen Projekten, beeinflußt durch Studienaufenthalte und Konzerte in Indien, Afrika, Amerika und Japan, sowie die Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Kulturen.
Neben live-Konzerten auf internationalen Bühnen komponiert er für Hörfunk und Theater. www.gert-anklam.de